Kabbala-Puzzle

Puzzle?

Was ist Kabbala? Eine Philosophie, eine Glaubensrichtung, Gedankenexperiment oder doch eher Magie und eine dunkle Kunst? Zugeschrieben wurde und wird der Kabbala sehr viel. Auch hier ist der gesunde Menschenverstand gefragt. Durch die Luft schweben, Gold transformieren oder durch Wände gehen ist wohl eher ausgeschlossen.

Die Kabbala kann als ein Puzzle angesehen werden, wenn man bedenkt, dass es eine theoretische, eine praktische, eine christliche und eine universelle Kabbala gibt. Was haben diese Teilaspekte der einen Kabbala gemeinsam, was trennt sie? Diese Fragen werden jeden Suchenden bei dem Studium der Geheimen Wissenschaft immer mal wieder begegnen. Die richtige Antwort und den richtigen Weg zu finden, ist eines der Wunder. Je tiefer man im Urwissen des Universums kommt, um so klarer werden die Antworten.

Durch das Studium der Kabbala ein etwas besserer Mensch zu werden, sollte wohl funktionieren. Allerdings werden die Studien keinen Gutmenschen aus einen Normalo machen, was mit Sicherheit auch nicht gewollt ist. Dafür ist die Schöpfung einfach zu komplex und unser Leben auf der Erde relativ anspruchsvoll. In der westlichen Welt kann man sich schwer den Mechanismen und Strukturen entziehen, wenn man irgendwie integriert sein will. Selbst der Mensch in der absoluten Abgeschiedenheit braucht Wärme, Nahrung, Wasser und Schutz. Nichts kann man aus dem Nichts erschaffen, auch die Kabbala kann das nicht. Wenn man Wärme, frisches Wasser, Nahrung etc. nicht erschaffen kann, muss man es zwangsläufig einem anderen Lebewesen oder Mutter Erde entziehen. Damit erzeugt man bei etwas anderen ein Defizit, nur weil man genommen hat, was man braucht um am Leben zu bleiben.

Mit der Kabbala lernt man zu geben, das zu geben, was unser Defizit in dieser Welt etwas ausgleicht.

Theoretische Kabbala

Die Propheten, die Priester und später die Rabbiner haben zu keiner Zeit die Pflicht zum Studium der Geheimen Kabbala gehabt.

Die Pflicht der Stellvertreter des alleinigen Schöpfers war die Verkündung seines Willens, seines Zorns und seiner Schöpfung unter dem Volk der Gläubigen und solchen, die es werden sollten oder wollten.

Doch im Zuge der Einführung der Gebote des hebräischen Gottes, der alleinigen Schöpfungsmacht, taten sich viele schwer, die alten Riten und Gebräuche abzulegen.

Die Schamanen, die Heiler, die Seher oder die seelisch Ver-rückten wurden immer noch um Rat und Hilfe gebeten. Und das, obwohl alle alten Heiligtümer im Reichweite der Hebräer dem Erdboden gleichgemacht wurden.

Wenn nun ein Hebräer sich an einen Menschen der dunklen Zünfte wandte, um einem anderem etwas widerfahren zu lassen, so durfte dies nicht bekannt werden.

Kam diese Missetat ans Licht, wurde ein Gericht berufen, welches den Fall behandelte. Das Gericht zog in aller Regel einen hohen Geistlichen zu Rate, vom dem bekannt war, dass er in der "Theoretischen Kabbala (Magie bzw. dunkle Zünfte)" bestens unterrichtet war. Dieser Theoretiker gab dann dem Gericht die entsprechende Auskunft: Steinigen oder einer anderen Form der Behandlung zuführen.

Alle waren sich sicher, dass der "Theoretiker" nie praktiziert hat, so die Theorie.                                                      

Praktische Kabbala

Wie bei einem Grenzfluss, bei welchem die Mitte vom Fluss die Grenze zwischen zwei Staaten ist, sollte man sich die Grenze zwischen der theoretischen und der praktischen Kabbala vorstellen.

Ist Flut, so ist die Grenze weit weg vom Ufer, ist gerade eine Dürre, erscheint das andere Land sehr nah.

Das Land der Praxis zu betreten ist allen Hebräern untersagt worden. Doch es wurden auch Ausnahmen gemacht. So eine Ausnahme war z.B. die Heilung einer der ihren durch eine bestimmte Gebetsformel oder durch die Anrufung von Engeln.

Kabbala leben

Man kann mit der Kabbala gut leben, weil das Studium der Schriften und Ideen der Hebräer eine einzigartige Möglichkeit bietet, sein Innerstes Ich zu wandeln und sich im besten Sinne zu vervollkommnen. Die Lebenswirklichkeit bleibt nicht auf der Strecke, der Blick auf die Welt wird intensiver und manchmal hat man den Eindruck, ein Stück in die Zukunft schauen zu können.

Das alles gibt ein gutes Gefühl, gibt dem Dasein mehr Leben. Und doch geschehen weiter Dinge, die Schaden in unserem Leben anrichten. Es gibt weiter Schwierigkeiten, die nicht ohne Weiteres aus dem Weg geschafft werden können. Jedoch, die Schäden sind meist verschmerzbar, die Schwierigkeiten lange nicht so komplex wie vor dem Studium der Kabbala, die Lage nicht so dramatisch.

Durch die intensive Beschäftigung mit der Schöpfung, dem Licht des Urwissens und den Schriften der Hebräer öffnet sich so etwas wie ein Parabolspiegel in uns, welcher Energie für unsere Seele sammelt.


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