Leben mit Kabbala
Die Überschrift hört sich etwa so an wie: "Leben mit einer Erkrankung", was nicht stimmt.
Wer die Ideen und Grundsätze der Kabbala einmal verinnerlicht hat, kann nicht wieder zurück zu einem Leben ohne die Kabbala.
Die sichere Erkenntnis, dass es eine Kraft gibt, welche uns erschaffen hat und uns führt, wenn wir dies annehmen, verlässt die eigene Seele, den eigenen Geist nicht mehr.
In uns bleibt die Verbindung zu einer Kraft, die durch uns nicht benannt, nicht gesehen und nicht erfasst werden kann. Diese Kraft ist jedoch so real wie der Kaffee am Morgen.
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Keine Zeit, kein Mönch, Stress
Ja, das Leben ist hart. Und es wird nicht einfacher durch die Tatsache, dass wir wissen dass das Leben hart ist und noch härter werden kann.
Der einzige Ausweg scheint der Ausstieg zu sein. Mönch werden, allem lossagen, dem Leben den Rücken kehren und den Rest des eigenen Seins Gott widmen. Ja, das war Jahrhunderte lang eine gute Möglichkeit "auszusteigen".
Doch man könnte es ja mal mit dem Thema "Freizeitkabbalist" versuchen. Dort, wo ein ernsthaftes Studium der Kabbala unmöglich erscheint, in einer kleinen Pause, kann man möglicherweise ein paar Sätze aus dem Sohar lesen. Am frühen Morgen lässt sich schnell ein Dank an die Allmacht sprechen.
Am Abend kann man den Tag an sich vorbei ziehen lassen. Bei diesem "Film" kann die Frage gestellt werden, welche Zahlen, welche Symbole habe ich bewusst wahrgenommen? Und, vor allen Dingen, habe ich mein Tun nach dem Erkennen einer Zahl etc. verändert, bin ich vom eigentlichen Weg abgewichen?
Das Studium der Kabbala kann die stille Kammer mit Büchern sein. Es kann allerdings auch der Tisch im Schnellrestaurant sein, um eine kurze Sequenz zu studieren. Beide Szenen sind sicher eher die Ausnahme, geben jedoch ein Bild der Möglichkeiten.
Allein oder in einer Studien-gemeinschaft
Das Stellen elementarer Fragen zum Sinn des Lebens, die Frage nach dem Grund unseres Seins, macht einsam.
Die Familie, die normalen Freunde, die Nachbarn werden sich meist nicht als Gesprächspartner eignen. Diese "Nicht-Eignung" hat weder Gleichgültigkeit noch Abneigung als Grundlage. Fragen nach dem Sein werden in unserer westlichen Konsum-Gesellschaft generell ausgeblendet, da diese Fragen den Menschen zum Denken verleiten. Denken ist schlecht für den Konsum.
Es gibt Bücher und es gibt online Studiengemeinschaften. Beides ist möglich, richtet sich nach der persönlichen Vorliebe.
Wer allein die Kabbala studieren möchte, braucht etwas Geld oder eine gute Anbindung an eine Bibliothek. Beides gibt es nicht im Überfluss und nicht überall.
Wer Zeit hat, kann die deutsche Bibliothek in Leipzig oder Frankfurt am Main aufsuchen. Mehr Buch geht nicht in Deutschland.
Wer sich für eine Studiengemeinschaft entscheidet muss wissen, dass eine Gruppe immer so schnell ist wie der Langsamste. Und es gibt immer einen Menschen, welcher den Weg vorgibt. Beides muss man akzeptieren.
Eine andere Möglichkeit wäre, einzelne Kurse zu belegen, welche in manchen Großstädten angeboten werden. Hier muss man dem Gefühl vertrauen, ob es der richtige Kurs zur richtigen Zeit ist.
Meist kommt die Info zu einem Kurs zu einem, wenn man selbst dazu bereit ist.
Kurse über die 3D-Kabbala sind in Vorbereitung, allerdings werden sie noch nicht angeboten.

