Kabbala versus Astrologie

Uwe Hartmann • 4. August 2026

Die Astrologie, so wie sie heute bekannt ist, hat sehr wenig Bezug zur Kabbala. Wenn man sich an den Wissenschaftler Gershom Scholem hält, äußerst wenig.

So wenig, wie die ersten Israeli von Ägypten hielten, so wenig sollte aus Babylon mitgenommen werden. Beide Ideenwelten waren voll Götter, bei den Ägyptern waren sie es wirklich, bei den Babyloniern schienen die Planeten an Stelle der Götter gekommen zu sein. Beides hat nichts mit dem einen Gott gemein, dem Gott des auserwählten Volkes. 

Erst am vierten Tag, anders gesagt, genau am richtigen Tag, sind Sonne, Monde und Gestirne (auch Planeten) erschaffen worden. Die Vier ist der Konsens unseres Universums. Es gibt vier Weltenden, vier Himmelsrichtungen und vier Tore zum Paradies.

Die Kabbalisten kannten und kennen die astrologischen Zusammenhänge, doch ein "kabbalistischer" Kult ist daraus nie  entstanden. Keiner hielt die Meister der alten Zeit davon ab. Keiner hätte sich gegen eine solche Entwicklung stellen können. Doch auch tausende Jahre später gibt wenige wirklich aufschlussreiche Schriften zur klassischen Sicht der Kabbala auf die Astrologie.

Ob das gut oder schlecht ist, wage ich nicht zu beurteilen. Es ist so.